So löst Du deine Handbremse!

Kennst Du die folgende Situation: Du solltest etwas erledigen was für dich wichtig ist, hast aber nicht so recht Lust damit zu beginnen, weil es dir gerade zu anstrengend oder unangenehm ist. (Die Steuererklärung, dein Sportprogramm durchzuziehen, einen kritischen Kunden anrufen, etc.). Urplötzlich werden unbedeutende Aktivitäten ganz wichtig wie z.B. nochmals deine E-Mails zu kontrollieren (es könnte ja eine neue, interessante E-Mail gekommen sein) oder die Wäsche zu waschen, die Wohnung aufzuräumen, auf Facebook oder Instagram nach Updates zu schauen. Was auch immer Du tun kannst, um dich vor der unangenehmen Aufgabe zu drücken, gewinnt auf einmal deutlich an Reiz.

Meistens sind es aber ebendiese vorerst unangenehmen Aufgaben, die dich im Leben voranbringen, denn persönliches Wachstum findet immer nur außerhalb deiner Komfort-Zone statt.

Wie kannst Du es schaffen, anstatt mit Banalitäten (den Ausweichmustern) Zeit zu schinden, das anzugehen was dich tatsächlich – bezogen auf deine Ziele – voran bringt?

Dieses Verhalten, Zeit zu schinden, um sich vor der unangenehmen Aufgabe zu drücken, kann bei den meisten Menschen beobachtet werden. Allerdings hindert es uns daran das zu tun, was wir tun müssen, um unsere Ziele zu erreichen. Wenn man erfolgreiche Menschen beobachtet, dann sucht man diese Ablenkungsmuster bei ihnen vergebens. Menschen die ihre Ziele erreichen und erfolgreich sind, gehen unangenehme Aufgaben direkt an, um sie hinter sich zu haben. Um nichts dem Zufall zu überlassen planen sie diese Aufgaben direkt in ihren Tagesablauf fix ein.

Die Gewohnheit, Aufgaben, die dich im Leben weiter bringen sofort anzugehen, ist erlernbar. Der erste Schritt dazu ist, deine eigenen Ausweichmuster im Alltag zu erkennen. Wenn Du sie erkennst, kannst Du dir die Zeit sparen, irgendwelchen Ablenkungen nachzugehen, sondern dich dazu zwingen die unangenehme aber wichtige Aufgabe direkt zu erledigen. Denn mal unter uns, machen musst Du sie sowieso wenn Du weiterkommen willst. Also wieso nicht gleich? Die folgende Übung hilft dir, deine persönlichen Ausweichmuster erkennen zu lernen und gibt dir eine Strategie, wie du sie zukünftig vermeiden kannst.

Übung: Persönliche Ausweichmuster kennen lernen und aushebeln:

Um das nächste Mal nicht eine Aufgabe ewig vor dir her zu schieben, sondern direkt anzugehen, kannst Du dir deiner Ausweichmuster bewusst werden.

Typische Ausweichmuster sind:

  • E-Mails checken
  • Facebook, Twitter, Instagram, …
  • Internet-Nachrichten zum X-ten Mal am Tag lesen
  • SMSen /WhatsAppen,…
  • Aufräumen / Putzen / Wäsche, …
  • Fernsehen
  • Internet Surfen

Aufgabe 1: Ausweichmuster identifizieren

  1. Beantworte folgende Fragen:
    • Gehe die letzte Woche in Gedanken durch, gibt es Aufgaben vor denen Du dich eine Weile gedrückt hast?
    • Was hast Du getan, um dich vor diesen Aufgaben zu drücken? Was war plötzlich dringender oder interessanter?
  2. Halte diese Ausweichmuster schriftlich fest.
  3. Werde dir bewusst, ob Du diese Ausweichmuster regelmäßig verwendest.
  4. Finde heraus welches deine Top 5 Ausweichmuster sind, welche Du am häufigsten verwendest?

Aufgabe 2: Ausweichmuster beobachten

  1. Beobachte dich heute (und am besten von nun an jeden Tag): wo zögerst Du, eine Aufgabe zu erledigen?
  2. Durch welches Ausweichmuster versuchst Du Zeit zu schinden bevor Du mit der unangenehmen Aufgabe anfängst?
  3. Halte dies schriftlich fest (z.B. „Heute habe ich um 10.15 anstatt einen wichtigen Kundenanruf zu erledigen lieber meine E-Mails aussortiert“ oder „Heute habe ich anstatt um 17.30 ins Fitnessstudio zu gehen auf Facebook gesurft, bis es zu spät wurde noch zu gehen“)

Aufgabe 3: Ausweichmuster aushebeln

  1. Wenn Du dir das nächste Mal bewusst wirst, dass Du in ein Ausweichmuster verfällst sage dir folgendes: „Ich versuche mich gerade mit [erkanntes Ausweichmuster] von der wichtigen Aufgabe [wichtige Aufgabe] zu drücken. Anstatt unnötig aufzuschieben, erledige ich [wichtige Aufgabe] jetzt sofort!“
  2. Gehe die wichtige Aufgabe an!
  3. Reflektiere jeden Abend kurz wie gut Du deine Ausweichmuster erkannt und vermieden hast.
  4. Überlege, was Du zukünftig besser machen kannst und beschließe es umzusetzen.
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