Was hat der Biorhythmus mit deinem Erfolg zu tun? (Biorhythmus Serie – Teil 1)

Woran liegt es, dass wir manchmal leistungsfähiger, konzentrierter und energiereicher sind und ein ander mal fehlt uns jegliche Motivation, Konzentration oder Energie? Gibt es eine Regelmäßigkeit bei diesen Leistungsschwankungen und können wir diese Schwankungen beeinflussen? Können wir sie sogar auf sinnvolle Art und Weise für uns verwenden? Und wenn ja, wie? Genau um diese Antworten auf die Fragen geht es in dieser Artikel-Serie.

Der Biorhythmus

In der Natur gibt es verschiedene Rhythmen, also regelmäßig wiederkehrende Ereignisse oder Erscheinungen innerhalb einer gewissen Zeitspanne. Das sind z.B. der Jahresrhythmus, der Gezeitenrhythmus und der für das Verständnis unserer Leistungsfähigkeit relevante Tagesrhythmus oder auch Schlaf-Wach-Rhythmus (häufig als Biorhythmus bezeichnet). Ausschlaggebend für diesen Rhythmus ist das Tageslicht. Unser Körper wird durch das Tageslicht beeinflusst: wir werden wach wenn es hell wird und müde, wenn es dunkel wird. Schließlich müssen wir irgendwann schlafen, um wieder Energie für den nächsten Tag zu tanken.

Unsere Energie und Leistungsfähigkeit ist also von diesem Schlaf-Wach Rhythmus geprägt und verläuft meist ähnlich wie die hier dargestellte Kurve:

Bild folgt

Unsere Energiekurve im Tagesverlauf

  • In der Nacht haben wir energetisch gesehen unser größtes Tief, da alle Ressourcen unseres Körpers darauf ausgesetzt sind unseren Körper zu regenerieren und Kraft für den neuen Tag zu sammeln.
  • Am Morgen steigt die Energie dann konstant an, bis sie irgendwann ca. in der Mitte des Vormittags ihr erstes Hoch erreicht hat.
  • Am späten Vormittag fällt das Energieniveau dann kontinuierlich ab, um am frühen Nachmittag das erste Tief zu haben, welches sich über den Nachmittag zieht.
  • Gegen späten Nachmittag kommt dann nochmal ein zweites, kleineres Hoch welches während des frühen Abends anhält.
  • Im Verlauf des Abends nimmt die Energie dann wieder kontinuierlich ab, bis wir so müde werden, dass wir uns schlafen legen müssen.

Wichtig ist: diese Kurve ist lediglich eine grobe Darstellung der Leistungsfähigkeit, denn tatsächlich ist die Leistungskurve für jeden Menschen individuell. Die Zeiten der Hochs und Tiefs, sowie deren Länge unterscheiden sich von Person zu Person. Hinzu kommt, dass es „Morgenmenschen“ (häufig als „Lerchen“ bezeichnet) gibt, sowie Abendmenschen (die „Eulen“). Bei den Eulen ist die Kurve nach rechts verschoben, dh. sie haben eine längere Aufwachphase am Morgen, sind dafür aber abends leistungsfähiger und länger wach.

Unser Erfolg ist von unserer Energie abhängig

Gerade wenn es darum geht, persönliche Ziele zu erreichen, kann das Kennen der eigenen Leistungskurve zwischen Erfolg und Misserfolg entscheiden. Denn wenn ich meine wichtigen Aufgaben stets dann versuche zu erledigen, wenn meine Leistungskurve gerade im Keller ist, dann fehlt mir einerseits die Energie, um die Willenskraft aufzubringen mein Ziel anzugehen. Andererseits ist meine Leistungsfähigkeit dann tief unten, was sich auf meine Konzentration auswirkt.

Ein Beispiel: Angenommen dein Ziel ist es eine neue Sprache zu lernen und Du planst dies abends nach dem Abendessen zu machen. Was glaubst Du, wie erfolgreich Du damit sein wirst bzw. wieviel Energie dich das kosten wird dich noch zu konzentrieren? Jetzt stell dir vor, Du findest stattdessen eine Möglichkeit am Morgen oder am frühen Abend Zeit zu finden, wenn Deine Leistungskurve deutlich höher ist. Dein Fortschritt und die Freude (bzw. Motivation) am Lernen wären deutlich größer.

Mit anstatt gegen den Biorhythmus arbeiten

Jetzt stellt sich die Frage wie können wir uns unseren Biorhythmus für unsere Zielerreichung zu Nutze machen, damit wir mit ihm anstatt gegen ihn arbeiten? Fragen die dazu aufkommen sind z.B. wann kümmere ich mich um die Aufgaben, die wichtig sind und viel Konzentration benötigen und wann nutze ich die Zeit, um lästige Tätigkeiten zu erledigen, die weniger meiner Energie benötigen. Dazu gibt es einige Planungsprinzipien die dir helfen, deinen Tag entsprechend deines Biorhythmus zu planen. Diese Strategien werde ich demnächst in einem separaten Artikel vorstellen.

Bevor Du aber in die Strategien eintauchst, solltest du erst mal deinen eigenen Biorhythmus kennen. Du fragst dich wie? Darum geht es in meinem nächsten Blog-Beitrag.

 

 

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