Ziele: Richtig formuliert ist halb erreicht!

Wie SMARTe Ziele Dir helfen deine Ziele zu erreichen

„Ein richtig gestecktes Ziel ist bereits halb erreicht“ – Zig Ziglar

Wenn Du die Wahrscheinlichkeit, deine Ziele zu erreichen, erhöhen möchtest, solltest Du dir dein Gehirn zum Verbündeten machen. Dein Gehirn hat einige Eigenheiten in der Art und Weise wie es arbeitet. Wenn Du diese Eigenheiten ausnutzt, werden sowohl dein Bewusstsein, als auch dein Unterbewusstsein dir dabei helfen, deine Ziele zu erreichen.

Eine Methode, die darauf abzielt deine Ziele gehirngerecht zu bekommen ist die „SMARTe“ Formulierung deiner Ziele. Die SMART Methode hat sowohl in der persönlichen als auch im geschäftlichen Umfeld sehr gute Erfolge gezeigt. Dabei steht SMART für Specific (spezifisch), Measurable (messbar), Achievable (erreichbar), Relevant (relevant) und Timely (terminiert).

Dein Ziel muss spezifisch formuliert sein

Dein Ziel sollte präzise, eindeutig und unmissverständlich formuliert sein. Dein Gehirn, vor allem dein Unterbewusstsein, arbeitet am besten, wenn es ein klares Bild von dem hat, was erreicht werden soll. Nur dann weiß es, wohin es dich lenken soll.

Ein Beispiel: Wenn Du deinen Urlaub planen möchtest, aber noch keine konkrete Idee hast wohin es überhaupt gehen soll, dann kann dich dein Unterbewusstsein nicht wirklich unterstützen. Es gibt einfach viel zu viele Optionen, als dass dein Unterbewusstsein sinnvoll arbeiten könnte. Sobald Du aber ein Urlaubsziel definiert hast, wird dein Unterbewusstsein dich auf alles mögliche, das mit diesem Ziel zu tun hat, hinweisen. So wirst Du plötzlich alle möglichen Dinge in deinem Umfeld wahrnehmen, die mit deinem Urlaubsziel zu tun haben. Sei es beim Zappen im TV, beim Durchblättern von Zeitschriften oder beim Surfen im Internet. Du wirst plötzlich, scheinbar wie aus dem Nichts, an Sachen denken, die Du auf jeden Fall einpacken solltest und so weiter. Ich bin mir sicher Du hast eine ähnliche Situation schon erlebt, wo dir plötzlich Dinge aufgefallen sind, die Du zuvor nie so gesehen hast.

Als Daumenregel: Ein Ziel ist spezifisch genug, wenn jemand, dem Du dein Ziel beschreibst, sich ein konkretes Bild von deinem Ziel machen kann und genau versteht was Du damit meinst.

Dein Ziel muss messbar sein

Woher weißt Du, ob Du dein Ziel erreicht hast, wenn Du es nicht in irgendeiner Form messen kannst? Bzw. woher weißt Du ob Du näher an dein Ziel kommst oder dich davon entfernst?

Um das zu ermöglichen benötigst Du einen Indikator, mit welchem Du das Ziel beschreiben und an dem Du deine heutige Situation messen kannst. Solche Indikatoren können z.B. klar messbare Größen sein wie: dein Körpergewicht, deine durchschnittliche Laufgeschwindigkeit auf 10km, dein Kontostand, die wöchentliche Zeit die Du mit deinen Hobbys / deiner Familie / deinen Freunden verbringst, die Anzahl an täglichen Blogbesuchern etc…

Ebenso sind subjektive Messgrößen möglich. Diese können beispielsweise der Grad deiner Zufriedenheit in einem deiner Lebensbereiche (z.B. auf einer Skala von 1 bis 10), die durchschnittliche Kundenbewertungen etc… sein. Als leitende Frage kannst Du dir die folgende stellen: Woran kann ich messen, dass ich mich meinem Ziel näher bzw. dass ich mein Ziel erreicht habe?

Dein Ziel muss attraktiv und aktiv erreichbar sein

Mal ehrlich, wer will schon ein Ziel erreichen, welches einen nicht in irgendeiner Form reizt? Ziele sollen schließlich dazu dienen, sich selbst im Leben voran zu bringen und das Leben in irgendeiner Form schöner oder angenehmer zu machen.

Letztlich kommt jegliches menschliche Handeln in irgendeiner Form darauf zurück die Freude, das Glück, den Spaß, die Zufriedenheit oder die Erfüllung im Leben zu erhöhen. Wenn Ziele das versprechen, dann ist die Motivation, diese Ziele zu erreichen schon einmal gesichert. Frage dich stets: will ich dieses Ziel wirklich erreichen? Bringt es mir Freude, Glück, Zufriedenheit, Spaß oder Erfüllung?

Ein weiterer Aspekt der attraktiven Formulierung deiner Ziele ist die positive Formulierung dieser. Drücke mit deinem Ziel das aus, was Du erreichen möchtest anstatt das was Du vermeiden möchtest. Dein Unterbewusstsein kennt keine Verneinungen. Versuche jetzt bitte nicht an eine rote Giraffe zu denken. Du wirst unweigerlich an eine rote Giraffe denken müssen, denn um nicht an eine rote Giraffe zu denken muss Dein Gehirn zuerst an diese rote Giraffe denken. Genauso ist es mit den Zielen. Wenn Du dir also als Ziel vornimmst „nicht mehr so viel Fernsehen zu schauen“ versteht dein Unterbewusstsein als Ziel „viel Fernsehen schauen“.

Ziele, die Du nicht selbst aktiv erreichen kannst, sind Träumereien oder Wünsche, allerdings keine Ziele. Du kannst dir noch so sehr als Ziel setzen, Lotto-Millionär zu werden, letzten Endes bleibt es eine Glückssache ob deine Zahlen gezogen werden. Ziele deren Erreichung Du nicht selbst aktiv in der Hand hast, bringen dich nicht voran. Sie führen nur zu Frustration, da sie meistens unerreichbar bleiben. Frage dich stets: Kann ich durch mein Handeln eigens dieses Ziel erreichen?

Dein Ziel muss (Un-)Realistisch sein

Arthur Clarke sagt es treffend:

„Der einzige Weg, die Grenzen des Möglichen zu finden, ist, ein klein wenig über diese hinaus in das Unmögliche vorzustoßen.“

Wir werden nie erfahren, was realistisch ist, wenn wir nicht zumindest versuchen das heute noch Unrealistische zu erreichen. Natürlich heißt das nicht, dass wir uns kurzfristig Ziele setzen sollen von denen wir sicher sind, dass wir diese nicht erreichen können.

Es bedeutet, dass wir langfristig nach dem heute noch Unmöglichen bzw. Undenkbaren streben sollten. Vor 30 Jahren hätte es schließlich auch (fast) jeder für unmöglich gehalten, dass wir heute mit Smartphones von nahezu jedem Ort „Post“ geliefert bekommen die nicht mehr auf Papier übermittelt wird. Für Innovationen und außerordentlichen Erfolg müssen wir das heute noch nicht Denkbare anstreben.

Allerdings macht es keinen Sinn, kurzfristig mit dem Unrealistischen zu planen, denn das führt nur dazu, dass wir unsere Ziele nicht erreichen werden. Kurzfristige Ziele sollten im Gegensatz zu den langfristigen Zielen realistisch sein. Grundsätzlich gilt die Regel je kurzfristiger die Ziele sind desto realistischer sollten sie sein – je langfristig die Ziele, desto unrealistischer.

Ein Beispiel für dieses Vorgehen zeigt Elon Musk, der Mitbegründer von SpaceX und Tesla. Sein langfristiges Ziel es ist den Mars zu bevölkern, was heute noch unmöglich erscheint. Seine kurzfristigen und mittelfristigen Ziele sind jedoch absolut realistische wie z.B.: die Entwicklung einer neuen Raketenantriebs-Technologie und weiterer Raketen, um die SpaceX Raketen-Familie zu erweitern.

Bei Zielen die Du im Zeitrahmen von Jahrzehnten erreichen willst, solltest Du also ein wenig „spinnen“ während Du die Ziele für die nächsten Wochen, Monate oder 1-2 Jahre so realistisch wie möglich setzen solltest.

Dein Ziel braucht einen Termin

Wann willst Du dein Ziel erreicht haben? Was glaubst Du, was passiert, wenn Du dir keinen Stichtag vornimmst, an dem Du dein Ziel erreicht haben wirst? Das Vergessen eines Termins ist einer der häufigsten Fehler bei der Festlegung von Zielen, denn das ist der Freifahrtschein, die Zielerreichung aufzuschieben… häufig bis zum „St. Nimmerleinstag“. Ohne Termin sind alle der oben genannten Elemente eines Ziels absolut sinnlos. Aus diesem Grund ist es ein Muss für jedes ernst gemeinte Ziel, dass Du dich in Form eines Termins dazu verpflichtest, das Ziel bis zu diesem Zeitpunkt erreicht zu haben.

Wie es für dich weiter geht:

Demnächst wirst Du auf diesem Blog einige Beispiele dafür finden, wie Ziele SMART formuliert werden.

Bis dahin kannst Du deine persönlichen Ziele überprüfen, ob sie entsprechend der 5 Kriterien: Spezifisch, Messbar, Attraktiv & aktiv erreichbar, (Un-)Realistisch und Terminiert formuliert sind.

Wenn nicht, dann versuche Dich einmal daran, deine Ziel umzuformulieren, damit sie diesen 5 Kriterien entsprechen.

Solltest Du Fragen oder Anmerkungen haben, freue ich mich über ein Kommentar von dir.

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